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Lernen für Europa
Europa wächst zusammen und verlangt Bürgerinnen und Bürger, die in der Lage sind, in europäischen Dimensionen zu denken und zu handeln. Das Gymnasium am Ostring will durch ein zusätzliches Angebot seine Schülerinnen und Schüler befähigen, ein europäisches Bewusstsein zu entwickeln und die daraus resultierende Verantwortung zu übernehmen.
Seit Beginn des Schuljahres 1993/94 besteht an unserer Schule die Möglichkeit, im Verlauf der gymnasialen Oberstufe eine Zusatzqualifikation zu erwerben, die im Rahmen der „Europakurse“ vermittelt wird. Darunter ist eine fächerübergreifende Kurssequenz zu verstehen, in der das Thema „Europa“ in der Vielfalt seiner Dimension akzentuiert werden soll. Die daran beteiligten Fächer sind Erdkunde, Geschichte, Sozialwissenschaften, Philosophie und Literatur.
Schülerinnen und Schüler, die an diesem Projekt teilnehmen möchten, müssen folgende Bedingungen erfüllen:
1. Es sind auch in der Sekundarstufe II zwei Fremdsprachen zu belegen (Leistungskurs oder Grundkurs).
2. Im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld sind zusätzlich die angebotenen „Europakurse“ zu belegen:
Stufe 11/1 und 11/2:
Europakurs Erdkunde/Sozialwissenschaften, als vierstündiger „Kombi-Kurs“
(Für die Teilnehmer wird durch diesen Kurs die gegebenenfalls ab 12/1 erforderliche Sequenzialität der Fächer Erdkunde und Sozialwissenschaften gewährleistet.)
Stufe 12/1 und 12/2:
Europakurs Geschichte, dreistündig
(Diese Kurse können als „Pflichtkurse“ nach § 12 Absatz 3, Nr. 3 bzw. Nr. 4 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe gewertet werden.)
Stufe 13/1 und 13/2:
Europakurs Philosophie oder Europakurs Literatur, dreistündig
(Bei der Wahl von Literatur anstelle von Kunst oder Musik kann der Europakurs Literatur eingebracht werden.)
Die Europakurse sind Grundkurse, in denen keine Klausuren geschrieben werden.
3. In der Jahrgangsstufe 11/1 (Januar, im Anschluss an die Weihnachtsferien) ist ein dreiwöchiger und in der Jahrgangsstufe 12/2 (zwei Wochen Osterferien, zwei Wochen Schulzeit) ein vierwöchiger Auslandsaufenthalt in einem europäischen Land vorgesehen, in dem eine Partnerschule vorhanden ist. Einerseits soll dadurch das Lernen von Fremdsprachen intensiviert werden und andererseits sollen vielseitige Erfahrungen über das Leben im Ausland gewonnen werden. Während des Auslandsaufenthaltes wohnen die Schülerinnen und Schüler (in der Regel) in Familien und nehmen am Unterricht der jeweiligen Partnerschule teil. Als „Gegenleistung“ für die Unterkunft in der jeweiligen Familie wird die Aufnahme einer Schülerin oder eines Schülers der Partnerschule erwartet. Dieser Gegenbesuch dauert ebenfalls der bzw. vier Wochen, die Termine werden mit den Betroffenen jeweils abgesprochen. Auch die ausländischen Schülerinnen und Schüler nehmen am Unterricht unserer Schule teil. Grundsätzlich sollen nicht mehr als drei Schülerinnen oder Schüler in einem Ort im Ausland sein, damit das Fremdheitserlebnis und der damit verbundene Perspektivenwechsel möglich sind. Die Vorbereitungen auf die Auslandsaufenthalte erfolgt in den Europakursen, ebenso werden die während dieser Aufenthalte gemachten Erfahrungen Gegenstand des weiteren Unterrichts sein.
Der curriculare Schwerpunkt „Lernen für Europa“ ist eine zusätzliche Qualifikation für Schülerinnen und Schüler, die gute sprachliche Fähigkeiten haben und dem europäischen Gedanken offen, aber nicht unkritisch gegenüberstehen.
An den Europakursen können grundsätzlich auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die in der Jahrgangsstufe 11 im Ausland eine Schule besuchen (USA o.ä.). Ihr Auslandsaufenthalt wird für den Schwerpunkt „Lernen für Europa“ anerkannt.
Die mit der Teilnahme an den Europakursen erworbene Zusatzqualifikation wird in Absprache mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung auf dem Abiturzeugnis vermerkt und daneben noch auf einer schulinternen Bescheinigung gesondert ausgewiesen.
Stand: Mai 2000 W. Baldenbach
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