Streitschlichter

 

"Streiten Lernen und Streit schlichten"

Training im Umgang mit Konflikten“

 

 

Konkurrenz, Konflikte, Streit, aggressives Verhalten und Gewalttätigkeiten treten unter Schülerinnen und Schülern aller Schulformen ebenso auf wie in anderen Lebensbereichen, in der Familie, dem Ausbildungsort, der Jugendgruppe oder Clique.

Die pädagogische Aufgabe besteht nun darin, zur Kultivierung des Streit- und Konfliktverhaltens einen Beitrag zu leisten. Das Verfahren der Mediation stammt aus den USA und ist dort in den letzten Jahren mit beachtlichem Erfolg erprobt worden. Die Grundannahme  besteht darin, dass die Lösung von Konflikten bei Kindern und Jugendlichen durch die Vermittlung eines/einer in etwa gleichaltrigen  Streitschlichters/in leichter und effektiver erfolgen kann.

Nach einer einjährigen Ausbildung zu Streitschlichtern/innen im Schuljahr 1999/2000 hat sich am Gymnasium am Ostring eine Gruppe von 15 Schülern/innen, unterstützt und betreut durch zwei Lehrer, gebildet, die sich der Aufgabe der Streitschlichtung stellen will. Durch die Ausbildung weiterer Schüler/innen in den folgenden Jahren besteht in der Gruppe eine Kontinuität.

Die Gruppe hat ein eigenes Büro und steht den anderen Schülern/innen jeweils in den großen Pausen zur Verfügung, bei größeren Problemen werden Gesprächstermine außerhalb des Unterrichts vereinbart.

Als Kennzeichen des Schlichtungsverfahrens gelten die Anwesenheit der vermittelnden Streitschlichter/innen, die Einbeziehung aller Konfliktparteien, die Anerkennung bestimmter Regeln, die Freiwilligkeit der Teilnahme am Verfahren und die Selbstbestimmung bezüglich der Konfliktlösung.

Die Entscheidungsbefugnis wird nicht an Dritte abgegeben, das Verhandlungsergebnis ist erst bindend, wenn alle Beteiligten zugestimmt haben. Es muss also ein Kompromiss erzielt werden.

Die Funktion der/s Streitschlichters/in hierbei ist die/der eines Schiedsrichters vergleichbar. Die wichtigsten Eigenschaften hierbei sind: Vertraulichkeit, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Unparteilichkeit.

 

Soziales Kompetenztraining

Von dem Projekt der Streitschlichtung ausgehend will die Schule  im Rahmen der Gewaltprävention mit Schülern/innen der Sekundarstufe I ein regelmäßiges Projekt „Soziales Kompetenztraining“ durchführen.

Die Ziele dieses Trainings sind:

  • die Verbesserung der Konfliktfähigkeit und eine positive Einstellung zu niederlagenfreien Konfliktlösungen
  • Toleranz gegenüber individuellen Unterschieden
  • Verbesserung des Einfühlungsvermögens durch die Fähigkeit Gefühle zu erkennen und auszudrücken
  • Selbstbehauptung und/oder Selbstkontrolle in schwierigen Situationen
  • Verhaltensalternativen zu entwickeln und Konsequenzen abzuschätzen
  • Kompromisse zu finden und sich an Abmachungen zu halten

Das Training solcher Fähigkeiten ist ein Beitrag, die direkte Konfliktlösungsfähigkeit zu trainieren und Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen durch kommunikative Basiskompetenzen gewaltfrei zusammenzuleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gymnasium am Ostring
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